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Translokalität

9. Februar 2017 - Blog, Lernblog, Studienleistungen

Durch den Globalisierung-Diskurs und der damit verbundenen Problematik dass Phänomene und Entwicklungen unterschiedlicher Eigenschaften in einen Topf geschmissen werden, entsteht eine sehr verpixelte Kategorie. Daher entwickelte sich der Begriff der Transnationalität. Doch nun steht das Konzept der Transnationalität vor einem ähnlichen Problem.

Daher soll in diesem Text auf die konzeptuelle Weiterführung der Transnationalität eingegangen werden. Gegenstand hierfür ist der Terminus Translokalität und in wie fern sich Translokalität von Transnationalität unterscheidet. Als Quellen dienten die Einleitung von Ulrike Freitag und Achim von Oppen in ihrem Sammelband „Translocality: The Study of Globalising Processes from a Southern Perspective“ sowie der Artikel “Translocality: Concepts, Applications and Emerging Research Perspectives” von Clemens Greiner und Patrick Sakdapolrak.

Im Fokus der Idee zur Translokalität liegt das Spannungsfeld zwischen Mobilität und Lokalität mit dem Hinblick auf sozio-räumliche Forschungen.

Das Konzept soll eine Alternative zur einseitigen und historisch kritischen Nationalstaatsbetrachtung bieten. Es ermöglicht einen Blick auf nicht hierarchische Interaktionen und zeigt die Wichtigkeit von Netzwerken auf. Lokale Forschung kann in Debatten um globale Umweltveränderungen mitwirken und die Wichtigkeit von Migration und Mobilität hervorheben, da die Betrachtung von lokalen Bedingungen Veränderungen der physikalischen und natürlichen Bedingungen hervorhebt. Zeitliche Dynamiken werden in Betracht gezogen und erlauben eine genauere Diskussion. Abseits von menschlicher Migration wird Mobilität in Bezug auf Ideen, Symbole und Güter beleuchtet. Geographische Konzepte wie „Place“ und „Space“ oder „Kern“ und „Peripherie“ werden hinterfragt.

Durch die Entwicklung eines neuen Begriffes, entwickelt sich ebenfalls die Forschung in diesem Feld weiter. Wodurch eine genauere Betrachtungsweise der bestehenden Rahmenbedingungen und Forschungsschwerpunkte entsteht. Jedoch wird die Problematik, die transnationalistische Ansätze mit sich tragen thematisiert. Ein eurozentristischer Ansatz geht sehr häufig einher mit dem Konzept der Transnationalität. Dies liegt dem Fakt zugrunde dass außereuropäische Staaten größtenteils erst im 20. Jahrhundert  gegründet wurden.

Quellen:

Freitag, U., & von Oppen, A. (2010). Introduction. „Translocality“: An Approach to Connection and Transfer in Area Studies. In U. Freitag & A. von Oppen (Eds.), Translocality: The Study of Globalising Processes from a Southern Perspective.Leiden: Brill.

Greiner, C., & Sakdapolrak, P. ( 2013). Translocality: Concepts, Applications and Emerging Research Perswpectives. In: Geography Compass 7/5: 373-384..

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