Mit dem Beatrice-Primus-Forschungspreis würdigt die Philosophische Fakultät der Universität zu Köln seit Kurzem besondere wissenschaftliche Leistungen und Aktivitäten im Bereich des Wissenstransfers. Namensgeberin ist die Sprachwissenschaftlerin Beatrice Primus (1953–2019), die über zwei Jahrzehnte am Institut für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln lehrte. Mit ihren Arbeiten setzte sie wichtige Impulse für die linguistische Forschung, die auch über die Grenzen des eigenen Faches hinauswirkten. Zugleich engagierte sie sich in besonderem Maße für die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in außerwissenschaftliche Kontexte. Der mit 5.000 Euro ausgestattete Preis wird einmal jährlich im Sommersemester verliehen. Dabei wechseln sich zwei Kategorien ab: In geraden Jahren werden herausragende wissenschaftliche Monographien prämiert, während in ungeraden Jahren Transferprojekte ausgezeichnet werden, die unabhängig von Format und Umfang den Austausch von Wissen über Fachgrenzen hinweg fördern.
Für seine 2025 erschienene Monografie Intermediales Partnerlesen (IM-PALS) wurde Marc Kudlowski für die Shortlist des Beatrice-Primus-Forschungspreises 2026 nominiert. Im Rahmen der letzten Fakultätssitzung des Sommersemesters würdigte ihn der Prodekan für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Andreas Hüttemann, für diese Auszeichnung. Das Gutachten der Auswahlkommission hebt insbesondere die interdisziplinäre Anlage der Studie hervor, die Perspektiven der Lesedidaktik, Medienwissenschaft, Phänomenologie und empirischen Sozialforschung miteinander verbindet.
Mit dem Beatrice-Primus-Forschungspreis 2026 ausgezeichnet wurde Prof.’in Dr. Kate Rigby vom Global South Studies Center für ihre Monografie Meditations on Creation in an Era of Extinction. Dazu gratulieren wir sehr herzlich! Weitere Informationen zum Forschungspreis finden sich auf der Webseite der Philosophischen Fakultät.
Marc Kudlowski
Beitragsbild: Vera Nolte

