Die Internationale Forschungsstelle Disability Studies (iDiS) der Universität zu Köln stellt sich neu auf und erlebt eine Transformation: Sie wird zum Netzwerk der Disability Studies in Köln und der Region Rhein-Ruhr. Am 03. März 2026 wurde das CIDIS – Cologne Cluster for International and Interdisciplinary Disability Studies gegründet.
CIDIS macht das breite und vielfältige Spektrum der internationalen und interdisziplinären Disability Studies sichtbar und bringt wissenschaftliche Akteure ins Gespräch, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln im Anschluss an die Disability Studies forschen und lehren. Es dient der Vernetzung von Arbeitsbereichen, Fächern, Fakultäten und Hochschulen. Gestärkt wird so die Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften, Kultur-, Human- und Verhaltenswissenschaften sowie der grundlagentheoretischen und anwendungsorientierten Forschung.
Im Sinne des Prinzips ‚Nichts über uns ohne uns‘ verfolgt CIDIS diese Ziele:
- Das Cluster fördert und stimuliert Forschung, Lehre und Transfer in den internationalen und interdisziplinären Disability Studies.
- Das Cluster engagiert sich für Menschen mit Behinderungen in der Wissenschaft und unterstützt ihre Inklusion und Partizipation in Forschung und Lehre.
- Das Cluster setzt sich ein für die Einrichtung von Professuren für Disability Studies an den Universitäten und Hochschulen der Region Rhein-Ruhr.
- Das Cluster dient der Förderung, Stärkung und Vernetzung von Professuren, Arbeitsbereichen und Fächern in den Disability Studies.
CIDIS stellt diese fünf Prinzipien in den Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit:
- Internationalität & Transkulturalität
- Interdisziplinarität & Transdisziplinarität
- Intersektionalität & Diversität
- Inklusion, Partizipation & Emanzipation
- Innovation & Wissenstransfer
Das Cluster kooperiert mit vielfältigen, bereits bestehenden wissenschaftlichen Netzwerken und Hochschulstandorten der internationalen und interdisziplinären Disability Studies.
In Forschung, Lehre und Transfer nutzt CIDIS für die Untersuchung aktueller Herausforderungen und zukunftsorientierter Fragestellungen diese Perspektiven:
- Behinderung | Disability als gesellschaftliche Differenz- und Ungleichheitskategorie
- Behinderung | Disability als historische Konstruktion der Differenz und Ungleichheit aus Sicht der Disability History
- Behinderung | Disability als kulturelle Konstruktion und kulturwissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand
- Diskurse, Politiken und Praktiken im Kontext von Partizipation, Inklusion, Selbstbestimmung, Gleichstellung und Menschenrechten behinderter Menschen
- Lebenssituationen, Erfahrungen und Perspektiven von Menschen mit Behinderungen
- Partizipative und emanzipatorische Methodologien und Methoden
CIDIS – Cologne Cluster for International and Interdisciplinary Disability Studies steht grundsätzlich allen Interessierten offen, die sich in Forschung, Lehre und Transfer an den Schnittstellen von sozial- und kulturwissenschaftlichen Disability Studies verorten.
Verfasst: 27.04.2026 | Aktualisiert: 13.05.2026
Kontakt: fabian.rombach(at)uni-koeln.de; anne.waldschmidt(at)uni-koeln.de
Gründungsmitglieder des CIDIS
- Prof. Alejandro Bachmann, Filmtheorie und Filmgeschichte, Kunsthochschule für Medien Köln
- Prof. Dr. Sebastian Barsch, Philosophische Fakultät, Historisches Institut, Abteilung für Didaktik der Geschichte und Public History, Universität zu Köln
- Dr. Nina Eckhoff-Heindl, Leitung Emmy-Noether-Gruppe „Körperform und Körpernorm. Nicht-/Behinderung in der westeuropäischen Kunst und visuellen Kultur des langen 19. Jahrhunderts“, Kunsthistorisches Institut, Universität Bonn
- Dr. Daniela Frickel, Philosophische Fakultät, Institut für deutsche Sprache und Literatur II, Universität zu Köln
- Anemari Karačić, M.A., Fakultät für Gesellschaftswissenschaften, Institut Arbeit und Qualifikation, Arbeitsbereich Arbeitsmarkt – Integration – Mobilität, Universität Duisburg-Essen
- Dr. Sarah Karim, Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Institut für Rehabilitationswissenschaften, Arbeitsbereich Rehabilitationssoziologie und berufliche Rehabilitation, Humboldt-Universität zu Berlin
- Frieder Kurbjeweit, M.A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Menschenrechte, Abteilung Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention, Berlin
- Dr. Curie L. Lee, Politikwissenschaftlerin, Universität zu Köln
- Johanna Leidich, M.A., Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Arbeitsbereich Organisation, Technik und Geschlecht, Universität zu Köln
- Katja Lell, Künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin für transkulturelle, intersektionale und diskriminierungskritische Perspektiven des Kinos, Kunsthochschule für Medien Köln
- Prof. Dr. Matthias Otten, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Institut für Migration und Diversität (MIDI), Technische Hochschule Köln
- Prof. Dr. Julie Argyro Panagiotopoulou, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department für Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Arbeitsbereich Vergleichende Bildungsforschung, Universität zu Köln
- Prof. Dr. Pamela Perniss, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Arbeitsbereich Dolmetschen: Deutsche Gebärdensprache, Universität zu Köln
- Fabian Rombach, M.A., Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Arbeitsbereich Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies, Universität zu Köln
- Prof. Dr. Eva Sänger, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department für Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Arbeitsbereich Organisation, Technik und Geschlecht, Universität zu Köln
- Burak Şengüler, M.Ed., Humanwissenschaftliche Fakultät, Department für Kunst und Musik, Institut für Kunst & Kunsttheorie, Lehrstuhl für Ästhetische Bildung, Universität zu Köln
- Prof. Dr. Susanne Völker, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department für Erziehungs- und Sozialwissenschaften, Arbeitsbereich Methoden der Bildungs- und Sozialforschung unter bes. Berücksichtigung der Genderforschung / Lehrbereich Soziologie, Universität zu Köln
- Prof. Dr. (emerita) Anne Waldschmidt, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Heilpädagogik und Rehabilitation, Arbeitsbereich Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies, Universität zu Köln