Ethnologie – eine Begriffsfalle

10. April 2018

von Werner Schiffauer

Als ich hörte, dass  der Vorstoß einer Namensänderung der Disziplin von „Völkerkunde“ in „Ethnologie“ abgelehnt und statt dessen die Umbenennung in „Sozial- und Kulturanthropologie“ beschlossen wurde, war ich mehr als erleichtert. Zum einen war mir der Umbenennungsvorschlag in Ethnologie schon deshalb als absurd erschienen, weil man den Begriff des „Volkes“ (nur eben als Fremdwort) weiter als Bezeichnung des Fachgegenstandes führen wollte. Dies deckt sich aber keineswegs mehr mit dem, was inhaltlich in dem Fach passiert. An den meisten Instituten und Lehrstühle wird das Fach als Wissenschaft von der kulturellen und sozialen Formung des Menschen gelehrt – mit anderen Worten: als Sozial- und Kulturanthropologie.

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What’s in a name Wofür steht die Umbenennung der ehemaligen Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde in eine Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie?

10. April 2018

von Christoph Antweiler, Michi Knecht, Ehler Voss und Martin Zillinger

Drei Tage vor der Umbenennung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde (DGV) in Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA) erscheint von ihrer ehemaligen Vorsitzenden Carola Lentz ein Beitrag im Blog „Kulturrelativismus und Aufklärung“, in dem sie schreibt, sie könne sich vorstellen, die Ethnologie in einer übergreifenden Kultur- und Gesellschaftswissenschaft aufgehen zu lassen.

Hat die Umbenennung in Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie genau diese Wendung vollzogen?

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