Wie alles begann
Nun sind zwei Monate vergangen, nachdem wir unser Abenteuer erlebt haben.
Ich bin immer noch ein wenig aufgewühlt. Deshalb habe ich beschlossen alles aufzuschreiben.
Alles begann mit einem schönen, sonnigen Ferientag in unserer Bucht auf der Insel Nilia.
„Jetzt wirf den Ball doch nicht immer so hoch, Sam!“, rief ich.
„Ich bin halt nicht so gut im Beach Volleyball, Holly!“, rief meine Freundin Sam mir zu.
Sam ist meine beste Freundin. Sie hat blonde, gelockte Haare und braune Augen. Sie ist ziemlich witzig, aber auch total tollpatschig.
Plötzlich landete der Ball im Wasser.
Schnell wollte Sam den Ball holen, doch da entdeckte sie etwas.
„Holly, komm doch mal schnell her, da ist irgendwas im Wasser!“, rief Sam auf einmal.
Ich lief zu Sam ins Wasser und tatsächlich! Da war irgendein dunkles Ding im
Wasser.
„Irgendwie sieht das aus wie ein U-Boot“, sagte ich.
„Und was ist in diesen Netz drin?“, fragte Sam.
„Keine Ahnung, sieht irgendwie aus wie… etwas von einem Hai?!“, sagte ich voller
Entsetzen.
Sam und ich waren so geschockt, dass wir wie angewurzelt dort standen.
Da ließ Sam den Ball fallen .
Urplötzlich blitzten Scheinwerfer auf, und ehe wir uns versahen, jagte das
U-Boot davon.
Die Spionage
Ein paar Tage später saßen Sam und ich abends auf dem Sofa und hörten unseren Lieblingssender.
„Nun zu den aktuellen Nachrichten“, sagte die Radiosprecherin.
Sam wollte gerade umschalten, doch das Thema, das die Radiosprecherin gerade
ansprach, ließ ihren Finger in der Luft verharren.
„Der illegale Markt mit Haiflossen steigt weiter an. Eine amerikanische Studie zeigt, dass es rund 30% mehr sind, als es im letzten Jahr waren. Besonders beliebt für den Haifang sind kleine Inseln im Süden“.
„Hast du das gehört?“, fragte ich.
„Natürlich, ich bin ja nicht schwerhörig!“, sagte Sam.
„Aber wenn so viele Haie getötet werden, dann muss doch jemand etwas dagegen unternehmen!“, sagte ich.
„Oh nein Holly, du wirst jetzt nichts dagegen tun…“, nuschelte Sam mit dem
Mund voller Chips.
„Oh doch! Das werde ich“, sagte Holly bestimmt.
„Und du wirst mit mir kommen!“ .
Eine halbe Stunde später standen Holly und Sam
in voller Taucherausrüstung am Strand, und ich erklärte Sam meinen Plan:
„Also, ich habe mir überlegt, dass die Leute aus dem U-Boot bestimmt abends
kommen. Deswegen gehen wir jetzt auch ins Meer.“
Am Hafen
Sam und ich sprangen vom Steg, der zwar eigentlich ausschließlich für das Boot von Hollys Eltern gedacht war, doch heute gab es eine Ausnahme.
Langsam tauchten wir unter um uns wieder an das Gefühl zu gewöhnen durch die Sauerstofflasche zu Atmen.
Per Handzeichen deutete ich Sam zu, dass wir nach vorne auf das im Mondschein glänzende Meer hinaustauchen.
Wir tauchten bis zum Meeresgrund hinunter.
Bis auf ein paar Fische war alles ruhig. Doch plötzlich hörte ich einen lauten Knall!
Ich schnellte herum und… Sam war gegen ein Korallenriff geknallt!
Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass ihr nichts passiert war, schwamm ich weiter. Doch plötzlich sah ich einen dunklen Schatten über mir.
Das muss das U-Boot sein welches wir suchen, dachte ich.
Schnell gab Holly Sam zu verstehen, dass über uns das U-Boot befand.
Sam verstand Hollys Unterwasserzeichen und winkte mich hinter das Korallenriff. Dort konnte uns das Netz nichts anhaben.
Das U-Boot sank auf einmal so tief, dass Holly die Zahl an der Seite des U-Boots lesen konnte: 0821.
Das U-Boot war schnell und fuhr mit dem Netz sehr schnell über den Meeresboden, sodass wir es schnell aus den Augen verloren.
Doch ich hatte genug gesehen.
Sam und ich tauchten wieder auf, zogen unsere Taucheranzüge aus und gingen nach Hause.
Als ich am nächsten Morgen erwachte, hatte ich eine Idee.
Aufgeregt rief ich Sam an.
„Sam, ich habe eine Idee: den U-Boot Hafen!“
Eine halbe Stunde später trafen wir uns dort und gingen die Reihen mit U-Booten ab.
Und tatsächlich!
„Guck mal, das U-Boot hat keinen Namen, sondern eine Zahl: 0821“, flüsterte Sam.
„Sam, das ist nicht irgendein U-Boot, sondern genau das U-Boot welches wir suchen“, flüsterte ich angespannt zurück.
„Echt? Dann rufen wir die Polizei!“, sagte Sam aufgeregt .
Zehn Minuten später war die Polizei am Hafen .
Wie sich herausstellte, waren sogar noch Banditen an Bord des U-Boots, die von der Polizei überführt werden konnten. Dazu waren viele Haiflossen an Bord, die zur Beweislage sichergestellt wurden.
Zur Belohnung bekamen Sam und ich Freikarten für den Aqua Park der Insel Nilia.
Zwei Monate später
„So, das war die ganze Geschichte von unserem Abenteuer auf Nilia“, seufzte Sam.
“ Ja, Sam. Ich lege jetzt den Stift weg, dann hören wir wieder gemeinsam in Ruhe unseren Lieblingsradiosender.
Aber warte… was hat die Sprecherin da gerade etwa gesagt?!“