Der Zugang zu Musikproduktion ist nach wie vor ungleich verteilt. Studien zeigen, dass weltweit nur etwa zwei Prozent der Musikproduzent*innen weiblich sind. Diese Disparität zeigt sich genreübergreifend – von Hip-Hop über Rock bis Pop – und verweist auf ein Geflecht aus geschlechtsspezifischer Sozialisation, eingeschränkten Zugängen zu technischem Wissen sowie Vorurteile über technische Fähigkeiten. Vor diesem Hintergrund zielt das folgende Angebot darauf, Zugänge zu musikproduktionsbezogenen Praktiken zu erweitern und alternative Lern- und Produktionskontexte zu erproben.
Im Workshop „Einstieg ins Producing für FLINTA*“ eröffnen Hanne Kah (Musikerin und Produzentin) und Lea Jung (Kulturpädagogin und Produzentin) einen praxisorientierten Zugang zur Musikproduktion. Der Workshop versteht sich als Angebot zum Lernen, Ausprobieren, Experimentieren und Austausch: Die Teilnehmenden entwickeln gemeinsam ein Homerecording-Setup und produzieren kollaborativ einen Track. Vorkenntnisse oder Equipment sind nicht erforderlich.
Der Workshop findet am 21.05.2026 von 14:00 bis 18:00 Uhr im DJing-Lab (Raum 2.106, HumF, Gronewaldstr. 2, 50931 Köln) statt und ist auf 15 Teilnehmende begrenzt. Er richtet sich ausschließlich an FLINTA*-Personen (Female, Lesbian, Inter-, Non-binary-, Transpersonen+*).
Ergänzend dazu findet am selben Ort von 19:00 bis 20:00 Uhr ein öffentlicher Vortrag von Rena Janßen (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) zum Thema „Safer Space- und Empowerment-Praktiken in Musikproduktionsworkshops“ statt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Musikproduktion und angrenzende Praxisfelder wie DJing von Machtverhältnissen und Ungleichheiten geprägt sind und FLINTA*-Personen dort weiterhin unterrepräsentiert sind. Der Vortrag beleuchtet Safer Spaces als mögliche Antwort auf diese Strukturen und diskutiert sie im Kontext von Empowerment-Praktiken in musikbezogenen Angeboten. Auf Grundlage ihres Promotionsprojekts analysiert Rena Janßen die Bedeutung solcher Formate für Leitende und Teilnehmende und fragt, unter welchen Bedingungen diese als empowernd wahrgenommen werden. Abschließend werden Perspektiven aufgezeigt, wie Safer Space- und Empowerment-Praktiken in institutionalisierte musikpädagogische Kontexte integriert werden können.
Die Teilnahme ist sowohl am Workshop als auch am Vortrag unabhängig voneinander möglich. In beiden Fällen wird um Anmeldung per E-Mail gebeten an chris.kattenbeck(at)uni-koeln(dot)de











